Unser Wanderangebot    Tipps für Wanderer    WeitWanderWege    Aktuelles    Jahresplan    Tourenbuch    Über uns   Links

Von Snina (Slowakei) ins Zentrum der Waldkarpaten (Ukraine)

7.8. - 23.8.2006

(Pressburg - Kaschau) - Snina - Vihorlatgebirge - Ubl'a - Welikyj Beresnyj - Kostryna - Jawornik - Tschornoholowa - Lumschory - Polonyna Runa - Shdyniewo - Wolowez - Pilipez - Mishhirja - Synewir-See - Synewir - Kolotschawa - Deutsch Mokra - Königsfeld / Ust-Tschorna - (Chust - Uzhhorod - Kaschau - Pressburg - Wien)

Organisationshilfen für (Weit)-Wanderungen in der Ukraine

1. Tag: Montag, 7. August 2006

Anreise mit dem Flugzeug bis Kaschau / Košice und weiter mit der Bahn nach Snina. Das Wetter ist miserabel, es regnet kräftig, aber die Temperatur ist fast sommerlich. Ü: * Hotel Kamei  (liegt etwa 1 km SO Snina am Wanderweg ins Vihorlatgebirge). VKU-Karten 1 : 50 000 Blatt 126 (evtl. auch 118)

    Wiedersehen in Kaschau mit Jana und Bernd, die leider dieses Jahr nicht mitwandern können. Nächstes Jahr ...

2. Tag: Dienstag, 7. August 2006

Vom Hotel Kamei wandern wir bei schönstem Sonnenschein auf dem blau markierten Weg zum aussichtsreichen Felsgipfel Sninsky kamen (1006 m). Jürgen beobachtet Spulwurm und Habichtskauz. Weiter auf dem roten Weg durch schönen Buchenurwald, wo uns ein kräftiges Gewitter nass macht, Bärenspuren, über den Nežabec (1023 m), schließlich auf dem gelben Weg steil hinunter nach Strichovce, wo der Bus nach Snina schon auf uns wartet. (20 km, 900 Höhenmeter). Ü: *Hotel Kamei Ü-Alternative in Ubl'a: Motorest Milka. VKU-Karten 1 : 50 000 Blatt 126 (evtl. auch 118).

       

Pferd bei der Waldarbeit                                                         Gaaanz wildes Tier, gefangen von Jürgen                                  Urwald  

       

Sninsky kamen                                                                         Tiefblick auf Snina                                                                   Gipfelkreuz (1006 m)

    Lungenenzian

3.Tag: Mittwoch, 8. August 2006

Mit dem Bus fahren wir zum Grenzort Ubl'a, wo wir uns angesichts der Ungewissheit über die Lage in der Ukraine mit allem Überlebensnotwendigen versorgen. Zu Fuß geht es über die Grenze. Die Ukraine empfängt uns mit Regen, unfreundlichen Grenz-Soldaten und einer genauso unfreundlichen Grenzpolizistin. Aber schon der Zöllner war wieder nett und lustig. Über Maly Beresnyj (Klosterbesichtigung) gehen wir entlang der Straße zur Kreisstadt Welikyj Beresnyj. Über uns kreist ein Steinadler! Die Kreisstadt ist wie alle ukrainischen Klein- und Mittelstädte, die wir gesehen haben, eine Enttäuschung: Heruntergekommen, kaputt, schmutzig, stillos. Aber es gibt Geldautomaten, so dass wir Hriwna-flüssig werden. Die Bahn bringt uns für 1,75 Hr = 0,29 € in der "Resopalklasse" nach Kostryna. Zu Fuß sind es dann noch etwa zwei Kilometer bis zum Quartier bei der Straßenabzweigung nach Ljuta. (14 km, 50 Hm). Ü: Basa Krassija, 03135 34528 oder 37299. Alternative: Einfach eingerichtete, renovierte Zimmer im Bahnhof von Welikyj Beresnyj, keine Anmeldung möglich. Topographische Karte der Ukraine 1 : 100 000 Blatt 144.

       

Maly Beresnyj, der erste ukrainische Ort                                     Das Kloster von Maly Beresnyj wird renoviert                                Die Nebenkapellen sind schon fertig

       

Welikyj Beresnyj: UNESCO-Urkunde Biosphärenreservat             Auch Plattenbauten kann man begrünen                                             Warten auf die Elektritschka

       

Endlich! Abfahrt pünktlich um 7.13 Uhr (Kiew-Zeit)                      Kostryna: Dorfidylle                                                                       Auf dem Weg zur Basa Krassija  

4. Tag: Donnerstag, 10. August

Wegen der angeblich leichteren Orientierung gehen wir die Etappe in umgekehrter Richtung: Wir fahren mit dem VW-Bus (Fahrer ist Arzt, verdient aber als Krankenwagenfahrer doppelt so viel, ist nebenher Taxifahrer) von Kostryna über Welikyj Beresnyj und Mirza nach Tschornoholowa, steigen von dort auf schönem Weg über Rinderweiden und Mähwiesen auf den Jawornik (986 m),  liegen auf der Hochweide (=Polonyna) bei schönstem Sonnenschein im Gras, genießen den schönen Ausblick und die Blumen, sind froh, dass wir nicht in der Hütte dort oben übernachten und finden gottseidank einen urigen Typen in eigenartiger Tracht (Beerensammlerin war wohl nett, aber ohne Ahnung), der uns den Einstieg in den Abstieg zeigt. Dieser wird abenteuerlich: Zeitweise weglos, Tritt in Wespennest, Bach, seltene Tiere wie Blau-Schnegel, Karpatenmolch, Karpatensalamander ... Aber wir kommen dank Kompass und Orientierungssinn an der richtigen Stelle an der Uzh heraus. Für Durchwaten führt sie zu viel Wasser, aber wir finden eine Hängebrücke hinüber nach Kostryna und gehen durch das ganze lange Dorf auf der Straße zurück zur Basa Krassija. (20 km, 650 Hm). Ü: Basa Krassija (s.o.). Alternative: Im Heu in gammliger Holzhütte auf dem Jawornik. Topographische Karte der Ukraine 1 : 100 000 Blatt 144.

       

Dieser Weg führt aus Tschornoholowa hinaue                                Begegnung, eine von vielen                                                              Durstlöscher

       

Ein schöner Aufstieg zum Jawornik                                                Schwalbenwurz-Enzian                                                                   Tiefblick von der Jawornik-Polonyna

       

Auf dem Jawornik-Höhenweg (950 m)                                            Karthäusernelke                                                                            Diese Übernachtung konnten wir vermeiden

       

Blau-Schnegel, eine endemische, fluoreszierende Schnecke             Grasfrosch                                                                                    Die Uzh

       

Weg entlang des linken Uzh-Ufers                                                  Hängebrücke von Kostryna                                                              Ehemalige Dorfdisco 

5, Tag: Freitag, 11. August 2006

Wir haben wieder den VW-Bus bestellt und fahren wieder nach Tschornoholowa. An der Einmündung des Weges nach Bukowzewo steigen wir aus. Es regnet, und es sieht nach Dauerregen aus. Aber Bukowzewo ist interessant: Ein altes Karpatendorf mit geringen modernen Einflüssen. Große Teile des Dorfes sind nur zu Pferd oder zu Fuß erreichbar, es gibt wenige Fahrwege. Gut erhaltene alte Häuser und Scheunen, Zäune, Hausschmuck, Geflügel aller Art auf der Straße, eine alte Holzkirche, an welcher der Weg hinauf auf den Bergkamm Richtung Lumschory vorbeiführt. Der Fußpfad führt am Tor vor dem Kircheneingang vorbei aufwärts, über Privatgelände, durch klein parzellierte Feldflur, später über Wiesen und Weiden, dann durch Wald. Auf dem Kamm gehen wir nach links (Kammweg), durchqueren mehrere Hochweiden, ehe der Weg ziemlich lange in Kammnähe im Hochwald Richtung NO führt. Wir habe schon Bedenken, zu weit weg von Lumschory zu landen, aber endlich geht es abwärts zu einer Hochweide, dann steil hinunter zum Bach, wo der Weg breiter und besser wird, der uns talabwärts zum Quartier, der Turbasa Polonyna führt. Hier treffen wir unseren Führer vom Verein Ostwind e.V., der uns eine Woche bei der Wegfindung und Quartiersuche unterstützen wird. Ihor Dydytsch ist Huzule, promovierter Geophysiker, ehemaliger Afghanistan-Kämpfer, arbeitslos und wohnt in Iwano-Frankiwsk. (20 km, 700 Hm). Ü: Turbasa Polonyna, 03145 21504, 80502755067 (Oksana) oder 80312644109. Alternativen: Basa Lumschory, 03145 44246, oder Sportbasis Myslywska sadyba. Topographische Karte der Ukraine 1 : 100 000 Blatt 144.

       

Auf der Dorfstraße von Kostryna                                                    Das Postamt von Kostryna                                                              Wandmalerei in Bukowzewo

       

Holzkirche von Bukowzewo                                         Lumschory: Turbasa Polonyna                                                                  Wir wohnen im Haus B

   

Kaum funktionstüchtiges Bad ...                                                             ...  aber schönstes Servicemädchen

6. Tag: Samstag, 12. August 2006

 

Nach genügend Lemberger Bier in der Bar schlafen wir in der vergammelten Unterkunft ganz gut. Beim Frühstück baut uns das sehr hübsche Servicemädchen auf. Der Regen hat aufgehört, aber Nebel hängt über den Bergen. Ihor wollte uns eine kurze, einfache Wanderung schmackhaft machen (den größten Teil der Strecke mit dem Kleinbus fahren), aber wir bestehen auf der Überquerung der Polonyna Runa nach Shdyniewo. Da der Weg sehr schwierig zu finden ist, engagieren wir Bergführer Wassili, der gleich neben der Turbasa wohnt. Er ist sportlich, kompetent, Blickfang für die Frauen, kennt jeden Weg und jeden, der ihm am Weg begegnet, ist immer freundlich, spricht aber leider nur Ukrainisch und Russisch, während unser Ihor wenigstens ein bisschen Deutsch versteht. Auf einem steilen Forstweg geht es zunächst in Serpentinen, aber immer öfter auf noch steileren Abkürzungspfaden hoch, zunächst im Forst, dann nach dem kleinen See im Urwald. Endlich erreichen wir die völlig vom Nebel verschleierte Polonyna. Und was sehen wir: Ruinen von Raketenabschussanlagen, gespenstisch im Nebel, Menschen, die mit großen Hämmern den Beton zerschlagen, um das Eisen zu gewinnen, alte Armeelastwagen, die unzählige Heidelbeerensammler auf die Höhe von etwa 1200 bis 1400 m fahren, und den breiten Betonspurweg, dem wir bis zum höchsten Punkt der Polonyna Runa (1479 m) folgen. Sogar auf dem Gipfel stehen die Ruinen riesiger Bunkeranlagen. Es bläst ein kalter Wind, die Sicht beträgt höchstens 50 m. Wassili drängt zum Weitergehen. Und kaum sind wir im Lee des Bergstocks, reißen die Nebel auf, die Sonne scheint, wir haben eine schöne Sicht über die Hochflächen, die Täler und in die Ferne: Rast in den Heidelbeeren. Angenehm geht es nach Osten hinunter in den Wald. Bizarre Baumgestalten begleiten uns, im Wald dann Brombeeren und Himbeeren. Wir erreichen eine Weide mit Huzulenpferden. Die Fortsetzung des Weges ist völlig unübersichtlich, aber Wassili führt uns sicher über den letzten Bergkamm und dann hinunter ins Tal nach Sbene, wo wir das Führerhonorar ausbezahlen und uns von Wassili verabschieden. Auf der Straße sind wir schnell beim ersten Gebäude von Shdyniewo, unserem angenehmen, neuen Quartier. (24 km, 1150 Hm). Ü: * Hotel Extreme, 03136 25714, 80313625714 oder 80502110411. Alternative: Basa Forelle, 03136 22232. Topographische Karte der Ukraine 1 : 100 000 Blatt 144.

       

Rast am kleinen See                                                                                                                                                                          Im Urwald 

       

Die Polonyna ist erreicht                                                              Ex-Raketen-Abschussanlagen

       

Durst!                                                                                          Auf der Polonyna                                                                            Wassili weiß, wo's langgeht                                             

       

Rote Schwarzwurzel (Scorzonera purpurea)                                      Abstieg

       

                                                                                                      Huzulenpferde

       

Die Ranch dazu                                                                                Karpatischer Wegweiser                                                            Ebenfalls karpatischer Wegweiser

       

Auf dem Kammweg                                                                        Abrechnung mit Bergführer Wassili                                              Shdyniewo: Hotel Extreme 

7. Tag: Sonntag, 13. August 2006

Frühmorgens regnet es noch kräftig, aber dann klart es auf, und der Tag wird schön. Mit dem Kleinbus fahren wir von unserer Extreme-Oase ein paar Kilometer talabwärts bis zur Abzweigung nach Afranka. Auch dieses Dorf ist interessant. Am Ortsende und danach kommt es zu Unstimmigkeiten über den Weg. Die Karte und Ihors Befragungsergebnisse sind unterschiedlich. Ihor bekommt recht. Steil geht es hoch. Auf einer Polonyna unterhalb des Berges Kytschera rasten wir ausgiebig. Aber der Weiterweg versteckt sich. Karte und Ihors Auskünfte differieren. Da Ihor nach der richtigen Entscheidung unten am Berg die Führerrolle übertragen bekommen hat, gilt seine Entscheidung. Leider ist sie falsch, wie sich nach etwa eineinhalb Kilometern herausstellt. Dieses mal habe ich recht, und ab jetzt gibt es eine gemeinschaftliche Führung! Und wir kommen an der richtigen Stelle, in Jablonowo, ins Tal hinunter. Entlang der Bahnlinie wandern wir nach Wolowez hinein. Leider bekommen wir trotz Reservierung im Hotel Grand kein Quartier, dafür aber gutes Essen, während Ihor beim wieder einsetzenden Regen in der hässlichen Stadt herumrennt und ein Ersatzquartier sucht - und im "Privathotel" Sputnik an der Ausfallstraße Richtung Osten auch findet. (20 km, 500 Hm). Ü: *Hotel Grand, 03136 22753, 80509104484 oder 80501562656. Alternativen: "Privathotel" Sputnik, Hotel Wiktoria, Hotel Plaj, Sportbasis Dumka (außerhalb). Topographische Karte der Ukraine 1 : 100 000 Blatt 145.

       

Holzkirche von Afranka                                                                  Dorfstraße                                                                                    Zwei Hübsche 

       

Glückliche Puten                                                                            Afranka               

       

Am Kutschera                                                                                                                                                                                     Bauernhaus in Jablonowo

       

Müllkippe bei Wolowez                                                                   Wolowez: Balkonbegrünung                                                            Wolowez: Post-Realsozialistische Tristesse

8. Tag: Montag, 14. August 2006

Wieder regnet es frühmorgens und hört dann im Verlauf des Vormittags auf. Was machen wir? Die Route über den Borshawa-Kamm können wir bei der unsicheren Wetterlage vergessen. Wir entscheiden nach dem guten Frühstück im Hotel Grand: Wir bleiben im Tal! Auf der Straße gehen wir in östlicher Richtung nach Huklywyj. Eigentlich wollen wir über die Hügel nach Rostoka, aber wir verfehlen irgendwo eine Abzweigung und landen auf einem schönen Weg, der uns in einen Ortsteil von Podobovez führt, von dem aus wir auf der Straße zu unserem hervorragenden Hotel Satyschok in Pylypez kommen. Hier werden wir von Oksana und Hale verwöhnt, obwohl wir komplizierte Gäste voller Widersprüche sind. (15 km, 250 Hm). Ü: *Basa Satyschok, 03146 25135. Alternative: Basa Podobovec, 03146 25103 oder 03146 22141. Topographische Karte der Ukraine 1 : 100 000 Blatt 145.

       

Hört der Regen endlich auf?                                                            Wolowez: Realsozialistische Kunst am Bau                                                    ... und an der Bushaltestelle inHuklywyj

       

Huklywyj                                                                                                                                                                                            Mut zur Farbe

       

                                                                                                       Traumpfad                                                                                    Heuböcke (Heinzen)

       

Intensivstlandwirtschaft                                                                Im Tal des Welrowez                                                                    Blick zur benebelten Borzhawa-Kette

       

                                                                                                                                                                                                        Ihor mit seinem wichtigsten Partner

       

Borzhawa                                                                                        Unten liegt nicht Rostoka sondern Podobowez                                Der Zaun lebt!

       

Bienenstöcke                                                                                In Podobowez                                                                                Schwarzstorch                           

       

Basa Satyschok                                                                            Kunst im Bau                                                                                Müllabfuhr im Bach

9. Tag: Dienstag, 15. August 2006

Es regnet mal wieder! Was tun? Welikyj Werch / Borzhawa? Wir packen mal den Rucksack und gehen ins Tal hinein nach Podobowez, durch ein urtümliches Karpatendorf mit Holzhäusern, Staketenzäunen, Misthaufen, Gülle soßt in den Bach, Kuhfladen pflastern den Weg - oder ist es ein Güllemistbach? Bald weitet sich das Tal, Großbaustelle, Skigebiet mit vorsintflutlichem Lift und Ferienhäusern in Holzblockbauweise. Nach Einkehr - Hühnersuppe vom Feinsten, Pivo - in dem kleinen, pyramidenförmigen Wirtshaus mit undichtem Dach stapfen wir die Skipiste hoch. Wasser strömt uns entgegen. Bald bricht ein heftiges Gewitter los. Schnell zurück ins Tal! Wir treffen uns alle wieder im Wirtshaus. Ein Teil der Gruppe geht direkt zurück zum Satyschok, ein anderer Teil wandert bis zum Talschluss von Podobowez, dann südlich mit schönen Ausblicken (ohne Regen!) über den "Pass" ins Tal von Pylypez, wo uns nochmals ein heftiges Gewitter erwischt, das wir in einem Rohbau (mit dichtem Dach) überstehen. Schön ist der Rückweg am Bach entlang, vorbei an der orthodoxen Holzkirche und der katholischen Kirche von Pylypez zum Satyschok, wo uns Oksana und Hale wieder verwöhnen dürfen. (17 km, 350 Hm). Ü: *Basa Satyschok s.o. Topographische Karte der Ukraine 1 : 100 000 Blatt 144 und 164.

       

Podobowez: Holzkirche                                                                    Dorfidylle                                                                                    Weg oder Bach

       

                                                                                                                                                                                                         Moderne,reparaturfreundliche Stromversorgung

       

Ferienwohnungen im Skigebiet                                                        Im Wirtshaus                                                                             Nach dem zweiten Gewitter

       

Pass-Straße nach Pylypez                                                                        Orthodoxe Holzkirche in Pylypez                                    Bushaltestelle mit Kunst am Bau

       

Katholische Kirche in Pylypez                                                                                                                                                                Hängebrücke beim Satyschok

       

Sie hatten es nicht leicht mit uns chaotischen Deutschen:                Oksana                                                                                            Hale

10. Tag: Mittwoch, 16. August 2006

Der Nebel kommt herunter, das verspricht einen schönen Tag. Frühmorgens haben uns Maria und Uli verlassen, die Arbeit ruft. Mit einem Kleinbus fahren wir für 50 Hr = 8,33 € talabwärts, biegen rechts ab Richtung Retschka und steigen an der Abzweigung nach Tjuschka aus. Auf der Straße wandern wir bis zum Ortsanfang von Tjuschka, biegen dann links ab auf den Fußpfad (wir müssen immer wieder fragen, da der Pfad nicht immer eindeutig ist) Richtung Suchoj. Dieser führt im sumpfigen Talgrund entlang. Bächlein müssen überquert werden, einsame Bauerngehöfte, eine kleine "Passhöhe", dann geht es steil hinunter ins eigentliche Dorf. Wir folgen immer dem Hauptweg talabwärts. Am Ortende biegt rechts der "Fahrweg" zum südlich auf dem Hügel gelegenen Dorf Dol. Freundliche Menschen machen Späßchen: Stöcke sind doch etwas für alte Leute und nichts für junge Wanderer! Hinter dem Dorf, auf dem 817 m hohen Hügel Kytschera, rasten wir im Anblick von Rinder- und Ziegenherden, mit Tiefblicken ins Tal bis Mishhirja und mit Ausblicke auf die gesamte Borzhawa-Kette. Der Weiterweg ist ein wahrer Traumpfad über Blumenwiesen. Der Blick schweift weit über die unendlichen Karpatenkette. Und die Sonne lacht. Aber dann geht es steil hinunter nach Losjanskyj, wo die Wäsche noch im Bach gewaschen wird. Wir kehren im Dorfladen ein, steigen anschließend wieder steil hinauf zum Hügel südöstlich des Ortes, von wo uns ein völlig neues Panorama geboten wird. Direkt unter uns liegt unser Tagesziel Mishhirja. Auf Wald- und Fußwegen  steigen wir zur Müllkippe ab, queren den Fluss auf einer wackligen Hängebrücke, latschen entlang der Hauptstraße durch die wie alle Kleinstädte hässliche Stadt bis zum miserablen Motel Non-stop an der Ausfallstraße nach Süden. Zum ebenfalls miserablen Essen müssen wir nochmals 10 Minuten stadtauswärts gehen. (21 km, 550 Hm). Ü: Motel Non-Stop, 03146 21074. Alternativen: Turkompleks Karpaty, 03146 91462; Hotel Werchowyna; Hotel Kooperator; Hotel PTU-12; leider ist das in schönster Aussichtslage über der Stadt gelegene Hotel Kamianka ausgebrannt und derzeit eine Baustelle, deren Ende nicht abzusehen ist. Topographische Karte der Ukraine 1 : 100 000 Blatt 164.

       

An der Abzweigung nach Tjushka                                                                                                                                                       Tjushka                

       

                                                                            Suchoj

       

                                                                                                                                                                                                        Suchoj: Hausbrunnen

       

Kunst am Bau: Schafhirte spielt Drembita                                     Rückblick auf Suchoj, dahinter Borzhawa                                        Zwischen Suchoj und Dol

       

Begegnung der einen ...                                                                    ... und der anderen Art                                                                Kytschera bei Dol, Blick auf Borzhawa

       

Kytschera: In die Ferne schauen                                                    Er passt auf, dass Bären und Wölfe keine Ziegen klauen                Traumpfad 1

       

2                                                                                                    3                                                                                                4  zwischen Dol und Losjanskyj

       

Silberdisteln                                                                                Die Nabelschnur Deutschlands: Erdgasleitung Druzhba                    Losjanskyj

       

Auf geht's!                                                                                    Beim Heuen                                                                                    Losjanskyj: Dorfladen

       

 Kinder in Losjanskyj                                                                      Eine glückliche Sau                                                                        Auf dem Höhenrücken zwischen Losjanskyj und Mishhirja

       

Abstieg nach Mishhirja                                                                 Wackelige Hängebrücke über die Ryka                                            Mishhirja: Hausbrunnen

11. Tag: Donnerstag, 17. August 2006

Wir chartern wieder mal einen Kleinbus und fahren über die Passhöhe beim ausgebrannten Hotel Kamianka nach Synewir und weiter über Synewirska Poljana zum Parkplatz Synewir-See. Unterwegs schauen wir uns jedes Hotel an, Lutz und ich brauchen ja ein Quartier, da sich heute unsere Gruppe trennt, fünf von uns müssen morgen nach Hause fahren. Aber alle Hotels außer dem kleinen Hotel Ostrik gegenüber der Nationalparkverwaltung an der Mündung der Ozerjanka in die Tereblja sind mit Gruppen vor allem aus Tschechien ausgebucht. Wir nehmen sofort Quartier. Überall weisen Schilder auf den Nationalpark Synewir hin, aber die Landschaft ist wie der See für uns eine Enttäuschung: Fichtenwälder ohne Ende, ein kleiner See - warum der wohl Ramsar-Vogelschutzgebiet sein soll? Touristenrummel, 1 Hr Eintritt, Teerweg, Buden, ungewohnte Menschenmassen, Ranger. Die größte Sehenswürdigkeit ist tatsächlich das Dorf Synewirska Poljana, das ein wirklich schönes Karpatendorf ist. Wir wandern mit leichtem Gepäck zum Synewir-See, nehmen belustigt den Rummel zur Kenntnis, entkommen ihm, indem wir in der Nordwestecke des Sees, wo gerade eine Freiluftbühne aus Holz gebaut wird, einen steilen Waldweg hochsteigen, der direkt zu einer großen Blumenwiese führt: Ein altes Holzhaus, Huzulenpferde, Huzulen beim Heuen, Beerensammlerinnen, ein guter Platz zum Rasten. Der Abstieg ist wieder steil und am Ende ist der Bach der Weg zur Straße. Zurück am Parkplatz wird ausgiebig in einer Koliba (= hölzerne Rundhütte mit Feuerstelle zum Grillen in der Mitte, der Rauch zieht durchs Dach ab) gerastet. Dann geht es mit dem Kleinbus zurück, vor dem Hotel Ostrik herzlicher Abschied von den Wanderfreundinnen und -freunden sowie von Führer Ihor. Zum Abendessen müssen Lutz und ich 3 km flussabwärts in eine Koliba gegenüber dem Hotel Tereblja, aber zu zweit ist das Trampen kein Problem, ein Uralt-Lkw nimmt uns mit - und das Essen ist vorzüglich, die beiden Frauen sehr nett. Aber bei einbrechender Dunkelheit müssen wir den ganzen Weg zurück zu Fuß gehen, kein Auto ist mehr unterwegs. (15 km, 300 Hm). Ü: Synewirska Poljana, Hotel Ostrik. Alternativen: *Hotel (Turbasa) Tereblja in Synewir; in Synewirska Poljana: Basa Morske Oko, 03146 32433 oder Hotel Synewir, 03146 91462 und 91243 oder Synewirske Ozero, 03146 34185. Topographische Karte der Ukraine 1 : 100 000 Blatt 164.

       

Tiefblick vom (ausgebrannten) Hotel Kamianka                            Wie können wir ohne euch weiterwandern?                                  Nationalpark Synewir

       

Ramsar-Vogelschutzgebiet                                                            Touri-Rummel am Synewir-See: Der Bär ist los!                        Kunst oder Kitsch, das ist die Frage?

       

Monochamus sartor                                                                        Huzulische Beerensammlerin                                                        Huzulenhaus

       

Huzulenpferde                                                                                Jürgen, was ist das?                                                                    Huzulischer Heustadel beim Füllen

       

... gefüllt                                                                                        Synewir-Nationalpark                                                                    Koliba

   

Synewir: Gibt das mal Ferienwohnungen?                                        Unsere Abendessen-Koliba gegenüber dem Hotel Tereblja

12. Tag: Freitag, 18. August 2006

Heute ist die 100. Etappe meines Weges von Ulm nach Czernowitz! Wunderbares Wetter. Früh gehen wir los, leider ohne Frühstück, da alle Cafés und Kolibas noch geschlossen haben. Ziemlich am Ortsende von Synewir erhalten wir endlich wenigstens einen Tee, dazu ein Frühstück aus dem Rucksack. Über eine Stunde warten wir auf den Marschrutka-Kleinbus, der uns einen langen Teerstraßenhatsch ersparen soll. Auch Trampen geht nicht. Endlich werden wir nach Kolotschawa kutschiert (Übrigens heißt Fahrer auf Ukrainisch Kutscher). Wir gehen durch dieses unendlich lange, nicht uninteressante Dorf bis zum Ende, kehren unterwegs im Dorfladen ein, wo ich mich als Fachmann für das Anstechen von Bierfässern beweisen muss. Aber die in der Karte verzeichnete klassifizierte Fahrstraße über den Pass nach Deutsch Mokra / Komsomolsk ist am Anfang ein schlechter Wirtschaftsweg, später eine Erosionsrinne, dann eine Seenplatte mit riesiger Gelbbauchunken-Population, ein matschiger Fußpfad und schließlich über mehrere Kilometer ein viel Wasser führendes Bachbett. Die Karpatenlandschaft war bisher eine liebliche Mittelgebirgslandschaft mit großen Dörfern in den weiten Tälern, intensiv genutzten Äckern und Gärten in Dorfnähe, darüber Mähwiesen ohne Ende, dann der Buchenwald, unten genutzt oben ein Buchen-Weißtannen-Urwald und dann auf den Bergkämmen und -gipfeln die riesigen Hochweiden, die Polonyni. Jenseits des Passes ändert sich dies völlig: Ein enges Tal mit steilen Hängen, dicht bewaldet von unten bis zum Bergkamm, darin große Kahlschläge, ein hoher Fichten-Anteil verdunkelt die Landschaft. Unten angekommen sehen wir die hoch beladenen Lastwagen, die das Holz, den Reichtum der Karpaten abfahren - es ist die ukrainische Mafia, die den Raubbau betreibt. Aber viele Dorfbewohner verdienen dort ihr Geld. Deutsch Mokra / Komsomolsk wurde im Jahr 1775 als österreichische Holfäller-Kolonie gegründet, eine Art Waldhufendorf. Wir betreten das Magasin-Café der Familie Burkalo (Haus Nr. 135): "Guten Tag, was wünschen Sie?" So begrüßt uns die 13-jährige Diana, die Deutsch in der Schule lernt. Sie vermittelt uns ein Quartier beim Nachbarn Wolodja Kalinitsch, Haus Nr. 131, sorgt dafür, dass wir ein Abendessen und am nächsten Morgen ein Frühstück bekommen und holt auch noch ihre Freundin Margarete aus Gaildorf (Baden-Württemberg), die mit ihrer Oma hier in der Heimat ihrer Vorfahren Urlaub macht. Unser Quartiergeber Wolodja besitzt ein altes, stilechtes Karpaten-Holzhaus mit gemauertem Küchenherd, Plumpsklo überm Hof, Hauswasserleitung von der eigenen Quelle im Wald, ein Waschbecken mit Wasserhahn. Er lebt von seiner Mini-Landwirtschaft (Kuh, Schwein, Hühner), dazu Pilze sammeln und ab und zu Gelegenheitsarbeit bei der Holzmafia. Er lebt allein, hat deshalb auch Betten frei. (25 km, 500 Hm). Ü: Privatquartier bei Wolodja Kalinitsch, Haus Nr. 131, Frühstück und Abendessen bei Familie Burkalo, Magasin-Café, Haus Nr. 135. Topographische Karte der Ukraine 1 : 100 000 Blatt 164.

       

Synewir: Friedhof                                                                        Realsozialistischer Kulturpalast                                                    Frühstück in der Bar

       

Marschrutka nach Kolotschawa                                                        Kolotschawa, "Markt"                                                                Kolotschawa

       

                                                                                                     Dorfladen                                                                                        Heuernte

       

Wer wohnt denn da?                                                                        Aha!                                                                                            Überlandstraße Kolotschawa - Deutsch Mokra

       

Spurrinnen                                                                                    Passhöhe                                                                                        Keine Huzulenpferde, Kaltblüter!

       

Die "Straße" wird zum Pfad                                                        Die Mafia hat gewütet. Wir kaufen das Billigpapier!                        Weg als Unkenbiotop

       

Tatsächlich: Eine Gelbbauchunke                                                    Nachwuchs-Holzfäller bei der Siesta im Lager                            Fahrstraße?

       

Hier wird der Reichtum abtransportiert                                        Steinpilze beim Trocknen                                                            Dorfstraße von Deutsch Mokra

       

Hufenflur                                                                                        Beim Heuen: Deutsche Methode                                                    Unser Quartiergeber: Wolodja Kalinitsch

       

Sein Haus (Rückseite)                                                                    Stall und Heuschober mit links angebautem Plumpsklo                    Küchenherd

       

Unser Zimmer                                                                                Dorfidylle in Deutsch Mokra                                                        Diana Burkalo (13 Jahre)

       

Das Haus der Familie Burkalo                                                                                                                                                            Deutsch Mokra

       

                                                                                                    Abschied von Deutsch Mokra / Nimezka Mokra / Komsomolsk

13. Tag: Samstag, 19. August 2006

Nach gutem Frühstück verabschieden wir uns herzlich von Wolodja (der kein Geld nehmen will, wir müssen es heimlich liegen lassen) und der Familie Burkalo wandern wir bei minimalem Verkehr auf der "Straße" über Ruska Mokra nach Königsfeld / Ust Tschorna, ebenfalls eine Siedlung mit früher mehrheitlich deutschsprachiger Bevölkerung. Wir treffen natürlich schnell auf einen Mercedes mit Schweinfurter Nummer. Sein Besitzer lebt seit langem in Deutschland und empfiehlt ein gutes Quartier (inkl. Sauna!) bei der Verwandtschaft. Leider ausgebucht. Also müssen wir hoch zur Turbasa Yalinka, die gleich am Ortseingang von Ruska Mokra her rechts oben am Hang liegt, unübersehbar ist und mit postrealsozialistischem Standard prunkt. Auf der Straße treffen wir noch zwei vornehme Damen aus Moldawien, die hier Urlaub machen. Zunächst haben wir Hunger und Durst. Also Mittagessen in der Koliba oberhalb der Turbasa. Eine freundliche Frau bedient uns: "Woins a Flaasch, mit a Brennete, a Suppn, Paradeissoß, a Bier, an trocknen Waa?" Salzkammergut-Dialekt! Danach ist Mittagsschlaf notwendig, anschließend gehen wir auf Spurensuche: Immer wieder werden wir mit "Grüß Gott" begrüßt, stoßen wir auf deutsche Namen, besonders der südwestlich des Ortes am Hang gelegene Friedhof ist eine Fundgrube, aber auch Kruzifixe und Aufschriften an Häusern. "Griaß Good, i bin aa a Deitscher." schallt es uns in etwas altertümlichem oberösterreichischem Dialekt entgegen. Woher die wohl wissen, dass wir Deutsche sind? Immerhin haben wir gestern 4 tschechische Wanderer aus Nachod im Tal getroffen. Es gibt also auch noch andere Wanderer hier. Wir suchen für morgen eine Fahrgelegenheit hinaus aus den Karpaten. Ich frage den Fahrer eines vollgepackten Audi mit (schon wieder) Schweinfurter Nummer. Er verweist uns auf ein Haus schräg gegenüber. Leider spricht der ältere Mann kaum Deutsch, aber er holt Hilfe beim Nachbarn gegenüber. Boris spricht Hochdeutsch, ist Lehrer, promovierter Theologe und hat in Preschau / Slowakei studiert. Seine Mutter ist Ukrainerin, der Vater Russe. Die Mutter spricht den Königsfelder Dialekt, da sie zwischen lauter Deutsch sprechenden Menschen aufgewachsen ist. Wir erfahren die ganze spannende Lebensgeschichte, und unsere Fahrt für morgen wird auch organisiert. Wir suchen nach den Spuren der in den Reiseführern beschriebenen Holzeisenbahn und erfahren, dass sie seit vielen Jahren nicht mehr existiert, sie wurde vom Hochwasser weggeschwemmt, man findet kaum mehr irgendwelche Relikte. Den Abend verbringen wir wieder in unserer Koliba. (15 km, 50 Hm). Ü: Basa Yalinka, 03134 36323 und 80973338066. Alternative: Privatquartier bei Dimitrij Mentschul und Silvia Lutschinez, (0038) 03134 36152, Kontakt in Deutschland hier erfragen. Topographische Karte der Ukraine 1 : 100 000 Blatt 164 und 183.

       

Ein Auto ist frühmorgens durch Deutsch Mokra geschlichen              Holzbrücke über die Mokrjanka                                                    Karpatenhaus             

       

Ruska Mokra                                                                                  Königsfeld / Ust-Tschorna: Basa Yalinka                                        Die Koliba

       

Königsfeld                                                                                        Spuren                                                                                        Das Café Ischl ist leider seit langem geschlossen

       

Lutz im Gespräch mit Boris und seiner Mutter                                Friedhof

       

                                                                           Weg zum Friedhof                                                                            Energieversorgung

       

Holzfällerei ist immer noch Haupterwerbsquelle        Der kümmerliche Rest der Holzeisenbahn                                              Zum Touristentransporter umgebauter Holzfällertransporter    

14. Tag: Sonntag, 20. August 2006

Nach realsozialistischem Frühstück steht überpünktlich unser Kutscher vor der Tür und bringt uns in rasanter Fahrt, zunächst auf übler Piste, dann auf schlaglochbewehrter Straße, die talabwärts immer besser wird und ab Dubowe den Namen Straße verdient, schließlich entlang der Theiß und der rumänischen Grenze zum Busbahnhof von Chust. Für die lange Fahrt bezahlen wir nur 250 Hr = etwa 42 €. Von hier fahren wir mit einem 18-sitzigen Kleinbus nach Uzhhorod, latschen bei 30°C im Schatten durch die Stadt, deren Innenstadt - nicht nur die Mädchen und Frauen - ganz attraktiv ist zum Hotel Atlant am Ende des Corso (Fußgängerzone), wo wir gut unterkommen und anschließend die ganze Stadt mit ihren Kirchen, der Burg (sehenswertes Museum: Regionalhistorisch, Natur und Musikinstrumente), ehemalige Synagoge, heute Philharmonie, Promenade an der Uzh ... ausführlich besichtigen inklusive Kaffeehausbesuch und gutem Abendessen im Hotel. Ü: *Hotel Atlant. Topographische Karte der Ukraine 1 : 100 000 Blatt 183, 182 und 163.

       

Wandern auf Ukrainisch. Aber früh geht es los!                            Auf Wiedersehen, Königsfeld                                                         Unser Kutscher mit seinem VW Jetta

       

Uzhhorod: Hotel Atlant                                                                    Kreuzerhöhungskirche                                                                 Alkoholmissbrauch ist das größte Problem!

       

Burg                                                                                                Drembita im Musikinstrumentenmuseum                                        Philharmonie in der ehemaligen Synagoge

       

Korona, Teil der Universität                                                            Stadttheater                                                                                Corso

15. Tag: Montag, 21. August 2006

Zu Fuß gehen wir den langen Weg durch die Stadt zum Busbahnhof beim Bahnhof. Wir finden schnell den slowakischen Linienbus, der uns nach Mihalovce / Slowakei bringt, Abfahrt 10.45 Uhr, Preis 12,70 Hr = 2,12 €. Durch Vorstädte geht es schnell zur Grenze, wo die Abfertigung nur eineinhalb Stunden dauert. Mit uns im Bus Zigaretten- und Schnaps-Schmugglerinnen, die ihre Ware nach einigen vorbereitenden Manipulationen ohne Probleme durchbringen. Nach der Grenze beginnt Europa: Gute Straßen, gemähte Randstreifen, viele Straßenschilder, Mittelstrich, Gehwege, gepflegte Häuser und Vorgärten. Wir sind wieder nach Hause zurückgekehrt aus einer doch etwas fremden, anderen Welt! Von Mihalovce aus fahren wir mit einem bequemen Kleinbus nach Kaschau / Košice, wo wir um 15 Uhr ankommen. In der Penzion Hradbova kommen wir fürstlich unter und genießen die schöne Altstadt mit einem Abschluss in der Pivovar (Hausbrauerei) Golem am Dominikanerplatz 15. Ü: **Penzion Hradbova 

   

Kaschau: Staatstheater                                                                                            Elisabethendom

16. Tag: Dienstag, 22. August 2006

Mit dem Bus fahren wir über Jasov und Metzenseifen / Medzev hinaus nach Einsiedel an der Göllnitz / Mnišek nad Hnilcom und besuchen den Mittelosteuropa-Landkarten-Shop , der uns seit Jahren zuverlässig mit allen Wanderkarten, Führern und Hintergrundinformation aus den Ländern des ehemaligen Ostblocks versorgt. Mit der Bahn geht es dann im heftigen Gewitterregen zurück nach Kaschau. Ü: **Penzion hradbova

Hier befindet sich der beste Karten- und Führerladen für alle Länder des ehemaligen Ostblocks

17. Tag: Mittwoch, 23. August 2006

Morgens um 7 Uhr steht schon das Taxi vor der Tür und bringt mich zum Flughafen (Abflug 8.10 Uhr). Pünktlich nach einer halben Stunde landet die Boeing 737 von SkyEurope in Preßburg. Direkt vor dem Flughafengebäude fährt um 9.30 der Bus der Fa. Blaguss ab nach Wien. Ich steige am Flughafen Schwechat aus, gebe mein Gepäck auf, fahre mit der Bahn in die Wiener Innenstadt und genieße ein paar Stunden Wien, ehe mich um 18.15 Uhr der Airbus von Germanwings bei guter Sicht nach Stuttgart zurückbringt. Lutz hat es einfacher: Er kann mit einem Skylink von SkyEurope von Kaschau über Preßburg ohne großen Zeitverlust nach Köln/Bonn fliegen.