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Der Truppenübungsplatz Münsingen ist das Kernstück des Biosphärengebiets Schwäbische Alb!

Seit 1895  nutzte der Mensch diesen Teil der Münsinger - Laichinger Kuppenalb als "Schießplatz". 1937 - 1943 wurde der Platz erweitert auf die heutige Größe von 6700 ha. Dabei wurde das Dorf Gruorn entsiedelt. 15 000 Mutterschafe und fast ebenso viele Lämmer haben eine großräumige Kulturlandschaft geschaffen, wie sie sonst nur noch sehr kleinräumig vorhanden ist: Die durch Schafbeweidung in Hütehaltung geschaffene typische Landschaft der Schwäbischen Alb mit Hutewäldern, Wacholderheiden, Schafweiden, extensiven Mähwiesen ...!

Kaum hatte das Militär diesen Platz geräumt, und sofort wollten sich gierige Profitgeier auf dieses Kleinod stürzen. Aber die Politik hat endlich die einzige wirtschaftliche Chance der Region erkannt  und zum ersten Mal in Baden-Württemberg ein Großschutzgebiet, das Biosphärengebiet Schwäbische Alb, beschlossen. Es reicht weit über den ehemaligen Truppenübungsplatz hinaus und umfasst Teilflächen des Kreises Reutlingen, des Kreises Esslingen und des Alb-Donau-Kreises. Wichtige Gemeinden wie Laichingen und Mehrstetten stehen leider noch abseits. Warum?

Ein Wermutstropfen: Die bisherige Abgrenzung und Zonierung ist von Kleingeist, Kirchturmdenken und Verbandsinteressen geprägt. Das ist nicht der große Wurf! Kernzonen müssen großflächige Hang- und Schluchtwälder am Albtrauf, in den neckar- und donauseitigen Tälern der Alb sowie geeignete Bannwälder auf der Albhochfläche werden. In die Pflegezone einbezogen werden muss der restliche Albtrauf mit den Streuobstwiesen am Hangfuß, dazu kommen die Wacholderheiden und andere Schafweiden, wertvolle Wiesen, Hutewälder, naturnahe Kalkbuchenwälder, an Hecken und Feldgehölzen reiche Landschaften. Der größte Teil der Alblandschaft zwischen Teck, Sternberg und Urdonautal ist Entwicklungszone, in der der Mensch Vorrang hat - aber nicht um jeden Preis! Nachhaltige, landschaftsverträgliche Nutzung ist angesagt. Die UNESCO prüft!

Schon rasen die ökologischen Geisterfahrer, die Mountainbike-, Geländmotorrad-, Trike- und Quad-Spinner rechtswidrig quer über den Platz, über die Gelege von Heidelerche und Steinschmätzer! Hobbyflieger verursachen an schönen Tagen unerträglichen Lärm, Wanderer halten sich nicht an die vorgeschriebenen Routen. Gemeinsam mit dem Albverein muss ein Wanderwegkonzept entwickelt werden, das den Interessen des Naturschutzes genauso genügt wie denen der Wanderer, die ja den sanftesten Tourismus betreiben und die besten Botschafter des Naturschutzes sein können!

Die öffentliche Hand muss ihrer Pflicht gerecht werden und Zuwiderhandelnde, die den Platz abseits der gelb markierten Wege betreten oder gar befahren, unnachsichtig bestrafen. Dazu wird Personal gebraucht. Auf Nichtwissen kann sich niemand berufen! Nur die Schafe und ein besonders sanfter Tourismus dürfen diesen wunderschönen Raum nutzen. Und natürlich bleiben das Schulhaus und die Kirche in Gruorn der Identifikationspunkt für die ehemaligen Gruorner und ihre Nachkommen! Im Alten Lager bei Münsingen-Auingen gibt es genügend andere Möglichkeiten zur Entwicklung: Jugendherberge, Hotel, Wissenschaft und Forschung, Wohnprojekte, Kleingewerbe ...

Hoffentlich erkennen die zögernden Kommunalpolitiker und die Bauern, dass das Biosphärengebiet eine einzigartige Chance ist, unsere Schwäbische Alb nachhaltig zu entwickeln und damit zukunftsfähig zu machen!

www.biosphaere-alb.com

www.biosphaerealb.de