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Wandern in Rumänien: Von der Maramuresch über das Rodna-Gebirge in die Bukowina

Baia Mare - Sighetu Marmatiei - Giulesti - Budesti - Poienile Izei - Ieud - Pasul Setref - Manastirea Moisei - Borsa - Pietrosul Mare - Valea Vinului - Valea Mare - Lunca Ilvei - Poiana Stampei - Vatra Dornei - Klausenburg / Cluj-Napoca

19. August bis 3. September 2010

1. Tag: Donnerstag, 19. August 2010

Flug mit Tarom über Bukarest nach Baia Mare, der schön herausgeputzten Hauptstadt des Kreises Maramuresch. Microbus-Transfer in die Stadt, organisiert von unserer Pension. Freundlicher Service, schöne Zimmer, aber leider etwas umständliches Frühstück in der *Pensiunea Floare de Colti (Edelweiß).  

   

2. Tag: Freitag, 20. August 2010

Fahrt mit Linien-Microbus (Haltestelle nur wenige 100 m östlich der Pension an der strada Dr. Vasile Lucaciu) über den landschaftlich großartigen, kurvenreichen Pasul Gutai ins Kernland Marmatiens nach Sighetu Marmatiei  an der Theiß. Aus Sighet stammt der Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger von 1986 Elie Wiesel, der in seinen Romanen und in seiner Autobiographie eindrucksvoll das Schicksal der jüdischen Mehrheit des "Schtetls" Sighet beschreibt. Wir wohnen direkt neben dem Elie-Wiesel-Haus, das natürlich die Station 1 unserer Stadtbesichtigung darstellt. Noch 33 jüdische Bewohner hat Sighet und eine große Synagoge, die aber nur an zwei Tagen in der Woche vormittags zur Besichtigung geöffnet ist. Ungleich mehr Besucher zieht das Gefängnismuseum an, das den Verfolgten des kommunistischen Regimes gewidmet ist. Bezeichnenderweise ist das Gefängnis direkt hinter dem Rathaus angebaut, und gegenüber liegt die Polizeistation. Obwohl direkt an der Grenze zur Ukraine an der Theiß gelegen, ist Sighet eine lebendige und prosperierende Stadt mit großem Potenzial - touristisch und wirtschaftlich. Wir essen gut aber langwierig im Restaurant Casa Iurca de Calinesti (Reservierung ist notwendig), die Übernachtung in der *Pensiunea Casai Iurca de Calinesti ist empfehlenswert, wenn auch für Rumänien etwas teuer. Der Service wohl freundlich, aber manchmal überfordert. 

       

Schild am Elie-Wiesel-Haus                                                                                                                Gefängnis(museum)                                                                                                                                Synagoge

       

Gymnasium in ungarischem Jugendstil                                                                                                                                                                                                                            Folklore im Restaurant Casa Iurca de Calinesti

3. Tag: Samstag, 21. August 2010 (Karte GoogleEarth) 18,2 km

Vorbei am Holocaust-Denkmal wandern wir nach Süden zur Brücke über die Iza, danach durch eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft links am Fluss aufwärts bis wir auf die Straße nach Sugau treffen, der wir talaufwärts folgen bis zum Punkt 47°52'41,3''N  23°53'26,5''E. Ein schöner Weg führt über die Hügel ungefähr südwärts ins Valea Berbesti, das wir eigentlich nur queren, um über den Gegenhang hochzusteigen, wo uns ein aussichtsreicher Weg hinunter nach Giulesti erwartet. Der von unserer Pension gecharterte Microbus holt uns zuverlässig an der Brücke über die Mara ab. Wir übernachten nochmals in der Casa Iurca de Calinesti in Sighet essen einfach/preisgünstig in der Pizzeria Primavera zu Abend.

       

Der Microbus wartet schon                                                                                                Im Iza-Tal                                                                                                                        Iza

       

Schnapsbrennerei in Sugau: Der Tuica war hart aber gut                                                    Typisches Maramuresch-Tor in Sugau                                                                            Aufstieg durch Bärenland

       

Höhenweg nach Giulesti,                                                                                                    das tief unter uns liegt                                                           

4. Tag: Sonntag, 22. August 2010 (Karte GoogleEarth und DIMAP-Karte 29 Muntii Gutai, Lapus si Tibles) 19,5 km

Unser Microbus bringt uns nach Sat-Sugatag, wo wir gleich eine Holzkirche besichtigen, ehe es durch Kulturlandschaft mit Mirabellen, Zwetschgen, Pflaumen und Äpfeln in großem Bogen um Harnicesti herum nach Desesti geht. Hier ist in der UNESCO-Weltkulturerbe-Holzkirche  gerade der Gottesdienst zu Ende, der Pfarrer lädt zum nächsten Fest im Nachbardorf ein und eine Bauernfrau in Tracht verkündet den anwesenden Landwirten die Zuschussrichtlinien für die Milchkühe. Wir aber halten gemütliche Rast. In der Mittagshitze queren wir das Mara-Tal und wandern auf Traumpfaden über Breb hinüber nach Budesti, wo uns das nächste UNESCO-Weltkulturerbe  erwartet. Zuverlässig holt uns hier der Microbus wieder ab und bringt uns nach Sighet zurück. An der Piata 1 Decembrie 1918 verwöhnt uns eine kleine Konditorei. 

       

Der Sonntag fängt gut an: Heiner tritt in den Straßengraben ...                        Holzkirche von Sat-Sugatag

       

                                                                                                                                            Auf dem Weg um Harnicesti

       

                                                                                                                                        Blutweiderich

       

Kirchgängerin in Desesti                                                                Desesti: Malereien im Kircheninnern, Eva wird aus Adams Rippe gemacht.                                            Folge: Der Sündenfall!                                                                                                  

       

Desesti                                                                                            Schnitzerei am Hoftor                                                                                                                        Mara-Fluss

           

Zwischen Desesti und Breb                                                                                                                                                                                                                                           Gottesanbeterin, Weibchen vernascht das Männchen nach dem Akt!

       

Kirchentor in Breb                                                                        Zwischen Breb und Budesti

5. Tag: Montag, 23. August 2010 (Karte GoogleEarth und DIMAP-Karte 29 Muntii Gutai, Lapus si Tibles) 17 km

Nach drei Tagen nehmen wir Abschied von Sighet und fahren mit unserem Microbus nach Budesti, wo bei Punkt 47°43'07,0''N  23°57'31,5''E der Fußweg über die Berge nach Glod beginnt. Zuerst ein aussichtsreicher Traumpfad über ausgedehnte Hochweiden mit vielen Blumen, später ein Navigationskunststück durch einen großen Wald, wo neue Waldwege zu falschen Zielen führen. Aber wir können auch quer durch den Wald, ohne dass uns Bären fressen. In Glod bestaunen wir die Naturwaschmaschinen, ehe es auf einem Schotterweg zum nächsten UNESCO-Weltkulturerbe  nach Poienile Izei geht, wo bei **Ileana_Petreus ein einfaches Quartier mit herzlicher Aufnahme und bester Küche auf uns wartet.

       

Unser zuverlässiger Microbus                                                                                            Nicht nur rumänische Bergbauern, auch ...                                                                           ...  Lustwandler können mähen!

           

Auf den Höhen zwischen Budesti und Glod                                                                            Sennerin bei der Arbeit

           

Weitwanderer-Präsidentin bei der Verpflegungsausgabe (rumänische Brezeln)                        und in herrschaftlicher Pose!

          

Schwalbenwurz-Enzian                                                                      Auch die Schuhe haben eine Rast bitter nötig nach dem langen Weg querwaldein

           

                                                                                                       Unten wartet schon Glod                                                                                                                    Eisenhaltige Mineralquelle am Weg

       

Naturwaschmaschine in Glod                                                            Im Tal wartet Poienile Izei auf uns

6. Tag: Dienstag, 24. August 2010 (DIMAP-Karte 29 Muntii Gutai, Lapus si Tibles) 18 km

Auf dem Schotterweg wandern wir hinüber nach Botiza, wo das Schwefelbad leider nicht in Betrieb ist. Dafür gibt es wieder mal eine Holzkirche - und die Weberinnen, denen wir am Weg Richtung Ieud bei der Arbeit zuschauen dürfen. Danach ist Vorsicht geboten mit der ungenauen DIMAP-Karte. Wir sind in Ieud zu weit unten im Tal angekommen, so dass wir zur Weltkulturerbe-Holzkirche noch ein paar Kilometer auf der asphaltierten Dorfstraße gehen mussten. Das kleine Volkskunde-Museum nah bei der Kirche lohnt einen Besuch. Hier holt uns der Microbus ab und bringt uns wieder nach Poenile Izei zu Ileana Petreus.

       

Zum Trocknen aufgehängte Bohnen                                                                                        Zwischen Poienile Izei und Botiza

       

Wir gehen wandern,                                                                                                            andere arbeiten,                                                                                                                aber nicht in diesen Schuhen,               

       

die hier auf dem Geländer ausgelüftet werden.

       

Botiza: Pfarrhaus                                                                                                                                Holzkirche                                                                                        Weberinnen

       

Wilde Bartnelke                                                                                                                Rückblick auf Botiza   

       

                                                                                                                                        Berg-Weidenröschen

       

Ieud: UNESCO-Weltkulturerbe                                                                        In welchen Schuhen geht es sich wohl besser?

7. Tag: Mittwoch, 25. August 2010 (Karte GoogleEarth und DIMAP-Karte 29 Muntii Gutai, Lapus si Tibles) 19,2 km, etwa 1500 Höhenmeter Anstiege!

Königsetappe Nr. 1 mit vielen Höhenmetern: Der Microbus bringt uns nach herzlichem Abschied von Ileana Petreus und ihrer Familie - übrigens im Frühsommer als Spargelstecher in der Nähe von Frankfurt tätig - nach Dragomiresti zum Punkt 47°39'43,6''N  24°17'48,4''E, wo der Anstieg zum Vf. Pintenu in 440 m Höhe beginnt. Steil steigen wir zunächst durch Kulturland, später durch zugewachsenes weil nicht mehr genutztes Weideland hoch zum Gipfel (1119 m). Das hohe Gras behindert unseren Aufwärts-Vorwärts-Drang sehr, aber grandiose Tiefblicke ins Iza-Tal belohnen uns. Der Kammweg führt auf und ab, aber fast immer über 1000 m Höhe über den Vf. Merisorului (1182 m), den Dealul Paltinisului und am Vf. Stefanitei vorbei über den Fantanele-Sattel hinunter zum Pasul Setref, wo der Volkssänger Patru Barlea in seinem etwas heruntergekommenen Hanul lui Patru auf uns wartet. Über die sanitären und Frühstücks-Unzulänglichkeiten hilft auch der schönste Playback-Gesang und die folkloristische Ausstattung nicht hinweg. Und die unfreundlichen, auf der Wiese daneben lagernden Zigeuner mit ihren Schrottautos verbesserten den Eindruck kaum.

       

Anstieg von Dragomiresti                                                                                                                                                                                                    Hopfen - wo bleibt das Bier?

       

                                                                                                                                        Dragomiresti liegt schon weit unter uns                                                                        Schwalbenwurz-Enzian

       

Lustwandlerin Angelica                                                                                                                        und der Rest der Gruppe auf dem Kammweg                                                                                        Karpaten-Glockenblume

       

Karpaten-Wiesenbocksbart                                                                                                13 Lustwandler unterwegs                                                                                                    Schwarzwurzel

       

Unser Kammweg: Blick zurück                                                                                            und nach vorne

       

Am Dealul Paltinisului                                                                                                                            Alant                                                                                            Angelica fragt nach dem Weg

       

Allmählich senkt sich der Gebirgskamm zum Pasul Setref ...                                                                und die Präsidentin der Weitwanderer freut sich über die Markierung

   

Hanul lui Patru auf dem Pasul Setref                                                                                                    Unser Nachtquartier

8. Tag: Donnerstag, 26. August 2010 (DIMAP-Karte 15 Muntii Rodnei) 18,5 km, etwa 1000 Höhenmeter Anstiege!

Die rote Markierung macht es uns heute leicht. Wir folgen einfach dem Kammweg durch das Rodnei-Gebirge vom Pasul Setref (817 m) zum Vf. Capu Muntelui (1194 m), weiter über die Südhänge des Muncelul Rajos (etwa 1500 m) und hinunter zur Weide Preluca. Hier haben wir wieder typische DIMAP-Kartenprobleme, und nicht nur wir, sondern auch 2 tschechische Wanderburschen, die eigentlich sehr fit im Navigieren sind. Also nicht hinunter zur Hütte, sondern nach den Nagelfluh-Konglomeraten bei der Weggabelung den oberen Weg nehmen, der bald wieder markiert und frisch planiert hinunter durch den Wald zum Pasul Pietrii (1196 m) führt. Von hier wandern wir auf bequemem Forstweg nach Norden hinunter zur Iza-Quelle, wo sich unsere Gruppe trennt: Lustwandler Günther geht ohne Rucksack schnell rechts hinauf durch die Felsenschlucht zur Preluca sub Piatra und hinunter zum Manastirea Moisei, wo der Microbus warten soll. Die übrigen Zwölf wandern weiter talabwärts auf romantischem Weg entlang der Iza. Am Kloster warten schon ein Geländeauto und ein VW-Bus, die über einen Schotterweg zum Iza-Tal hinüberdirigiert werden, wo an der Wegeinmündung die Gruppe wartet. Bald erreichen wir das uns vom Vorjahr bekannte Borsa  und in einem kleinen Seitental, dem Valea Ilei, unser Quartier, die **Pensiunea Eladi. Schöne Zimmer, freundliche Bedienung, gute Küche, Erfüllung aller Wandererwünsche inklusive Geländeauto und Gepäcktransport.

       

Das ist uns dann doch ein bisschen zu viel                                                                             Auch die Bäuerin muss immer erreichbar sein

       

Aufstieg zum Vf. Capu Muntelui                                                                                                                                                                                                                                                                Mit festem Schritt voran

       

                                                                                                                                            Am Muntelul Rajos                                                                                                            Karpaten-Drache

       

Hirnrissiger Holzraubbau - in unmittelbarer Nähe des Nationalparks und Biosphärenreservats                                                                                                                                    Nagelfluh-Konglomerat

       

Unsere tschechischen Wanderburschen auf der Preluca                        Blick zur Pietrosul Mare-Gruppe                                                                                                        Wir wandern - und die rumänische Jugend kann mähen

9. Tag: Freitag, 27. August 2010 (DIMAP-Karte 15 Muntii Rodnei)

Heute ist ein Feiertag, denn Bärbl hat Geburtstag. Dennoch wird der Pietrosul Mare, mit 2303 m der höchste Gipfel der Ostkarpaten, von Thilo, Bernhard und Peter bezwungen (8 Stunden, 1600 Höhenmeter Anstieg und Abstieg). Die andern feiern lieber!

       

Bärbls Geburtstagstorte, Made in Borsa                                                                            Der Pietrosul Mare                                                                                                            Unsere Pensiunea Eladi - wir kommen wieder!

10. Tag: Samstag, 28. August 2010 (DIMAP-Karte 15 Muntii Rodnei) 18 km, etwa 900 Höhenmeter Anstiege

Königsetappe Nr. 2: Die Wolken haben es am Vortag angekündigt, ein nächtliches Gewitter hat es zur Gewissheit gemacht --> Das Wetter ändert sich, es wird feucht, kalt und windig. Dennoch wagen wir die Überquerung des Rodnei-Gebirges. Herzlicher Abschied von der Familie Mihali. Die Forstamtsgeländeautos bringen uns zur Talstation des Sessellifts zum Stiol nach Statiunea Borsa. So können wir uns 500 Höhenmeter Anstieg ersparen. Wolken, Nebel, Wind und kurze Regenschauer empfangen uns auf der Höhe des Stiol in etwa 1400 m Höhe. Dennoch wird es eine traumhafte Wanderung, der Höhepunkt unserer diesjährigen Karpatendurchquerung. Bis zum Hauptkamm, den wir an der Saua Gargalau erreichen, folgen wir der blauen Markierung, dann der roten Kammwegmarkierung. Bald stehen wir auf dem windumtosten Vf. Gargalau (2158 m), kurz darauf auf dem Vf. Omului (2134 m). Wir finden windgeschützte Rastplätze zwischen den Felsen - und in der dicksten Nebelsuppe die Abzweigung von der Tarnita lui Putredu(Markierung blaues Dreieck) über die Pferdeweide Muntele Cisa hinunter ins ehemalige Bergbaugebiet des Valea Vinului. Unser Quartier, die Pensiunea Maya ist ein früheres Verwaltungsgebäude des Erzbergbaus, umgeben von schon ruinösen Bergwerksanlagen, in einem tief eingeschnittenen Waldtal an der Stramtoarea Dracului gelegen. Leider sind einige Zimmer sehr feucht, aber Domnul Flaviu bemüht sich mit Frau und Mitarbeiterin sehr um die Gäste.

       

Stiol: Regenbogen                                                                                                                Blick zur Izvorul und Cascada Cailor

       

Anstieg zur Saua Gargalau

       

Der Quellsee der Goldenen Bistritz                                                                                                        Alpenrosen

       

Am Vf. Gargalau

       

Gipfelschnaps - dank Thilo                                                                                Geburtstagsrucksack

       

                                                                                                                    Am Vf. Omului

       

                                                                                                                        Abzweigung an der Tarnita lui Putredu

       

                                                                                                                                        War der Bergwerksdirektor ein Nimrod? Leider blieb der Kamin kalt!                                Bergwerkserinnerungen

11. Tag: Sonntag, 29. August 2010 (DIMAP-Karte 15 Muntii Rodnei) geplant 18 km

Dauerregen! An die geplante Überschreitung der Saua Curatel und der Stanistea mit Abstieg nach Sant bzw. Valea Mare ist nicht zu denken. So fährt uns Domnul Flaviu in zwei Fuhren mit seinem Spezial-Dacia hinunter nach Rodna, wo wir etwas Sightseeing betreiben und auch gleich einen älteren Ceausescu-Fan namens Bauer mit seinem VW-Bus treffen und mit ihm den Transfer nach Valea Mare ausmachen. Wieder zwei Fahrten, und wir stehen vor der **Pensiunea Teodora, einer EU-geförderten neuen Pension. Die Familie Moisil hat hier ein perfektes Wandererquartier geschaffen mit schönen Zimmern, perfekten sanitären Anlagen, bester Küche und freundlichst bis herzlicher Aufnahme und Bedienung. Sogar der Kamin wird in Betrieb genommen. Die Lesung von Claus Stephanis Roman "Blumenkind" findet hier ihren idealen Rahmen. Man könnte hier auch länger Urlaub machen. Und EU-Geld ist gut angelegt!

       

                                                                                                                                                         Rodna: Kirchenruine aus dem 13. Jhdt. - die Tataren waren's!        Valea Mare: Pensiunea Teodora

       

Herr und Frau Moisil mit Lustwandlerin Angelica                                                                Ehemaliges Jüdisches Bethaus in Valea Mare                                                                Blick auf Valea Mare

12. Tag: Montag, 30. August 2010 (Karte GoogleEarth) 17 km

Heute ist Petrus wieder gnädig gestimmt. Leider müssen wir Abschied nehmen von der gastlichen Pensiunea Teodora. Wir wandern in den Ort hinein und biegen nach der Kirche in den ersten nach rechts abbiegenden und auf die Höhe führenden Weg ein. Dabei halten wir uns immer rechts des Seitentaleinschnittes und erreichen so zunächst über Wiesen, später durch den Wald die aussichtsreichen Hochweiden, auf der wir in südlicher Richtung wandern. Bei den Schafweiden (mehrere Hütten) gehen wir auf dem gut erkennbaren Weg in östlicher Richtung, steigen auf die Höhe und biegen danach auf dem Kamm nach Süden. Die Orientierung ist nicht einfach, aber wenn man möglichst auf der Höhe bleibt und die Südrichtung in etwa beibehält, wird bald die breite Talsenke von Lunca Ilvei sichtbar, auf die der Höhenrücken ausläuft. Eine gute Vorbereitung mit GoogleEarth und eine exakte Navigation mit GPS ist auf dieser Etappe unerlässlich. Wir steigen hinunter in das Seitental von Lunca Ilvei und erreichen beim Bufet die Hauptstraße. Hier holt uns Avram Grigore, der Wirt der Pensiune Rustica, mit seinem VW-Bus ab, denn die Pensiunea liegt 2,5 km entfernt im südöstlichsten Ortsteil. Die Dekoration der Zimmer und der Gaststube mit Volkskunst kann nicht darüber hinwegtäuschen, das das Haus vergammelt und schmutzig ist. Auch die Küche ist nicht die beste, was sich auf die Darmtätigkeit mehrerer Lustwandler negativ bzw. zu positiv auswirkt. Zu guter Letzt stinkt es im Gastraum nach Rauch, denn sowohl die Wirtsleute als auch die Gäste rauchen, und das nicht wenig. 

       

Auf den Hochweiden über Valea Mare

       

                                                                                                                                        Abstieg nach Lunca Ilvei

       

Dornige Hauhechel                                                                                                        Auf der Dorfstraße in Lunca Ilvei                                                                                      Pensiune Rustica

13. Tag: Dienstag, 31. August 2010 (Karte GoogleEarth) geplant 16 km

Wieder Dauerregen! Geplant war eine Wanderung von Lunca Ilvei (Siebenbürgen) in etwa parallel der Eisenbahntrasse nach Poiana Stampei (Bukowina). Wir sagen der Pensiunea Lux Flora in Poiana Stampei ab - Doamna Chirileanu hat Verständnis für unsere Situation - und fahren mit der Bahn direkt nach Vatra Dornei, der alten habsburgischen Sommerfrische in der südlichsten Bukowina. Im vorbestellten Hotel Maestro, dem ältesten Hotel aus habsburgischer Zeit und schön renoviert, steigen wir ab und hoffen auf besseres Wetter. Leider stinkt es im ganzen Haus nach Rauch, denn Rauchen ist erlaubt, was Gäste und Personal exzessiv nutzen. Ein Teil des Personals ist außerdem unfreundlich und unwillig. Zu guter Letzt dröhnt von früh bis spät internationales "Musik"-Gedudel aus Watt-starken Lautsprechern vor dem Haus. Das Essen ist in Ordnung, das Frühstück etwas kompliziert organisiert.

   

Hotel Maestro                                                                                                                                   Das baufällige Casino sucht einen Investor, der 3 Mille € übrig hat

14. Tag: Mittwoch, 1. September 2010 ( Dimap-Karte 14 Muntii Caliman) geplant 20 km

Immer noch kaltes und nasses Wetter. Die geplante Wanderung von Poiana Stampei über Poiana Negri, die Saua Zaurele und den Vf. Diecilor ist unmöglich, auch in umgekehrter Richtung. Ein Teil unserer Gruppe macht eine nasse Rundwanderung im Bereich des Vf. Diecilor. Der Großteil aber macht einen auf Bildung: Stadtpark, Naturkundemuseum, Ethnographisches Museum (unsere Führerin, eine ehemalige Geschichtslehrerin, spricht Deutsch, die Großmutter war Wienerin), Synagoge und schließlich das Kaffeehaus Dolce Vita in der Fußgängerzone strada Luceafarului. Und Peter feiert heute Geburtstag. Wir finden dazu im **Restaurant des Hotels Vila Musetti in der strada Republicii 19 den richtigen Rahmen: Beste Steinpilzgerichte, guten Wein, guten Tuica, feinen Nachtisch, freundliche Bedienung ... und auch die Zimmer sehen gut aus. Vila Musetti ist eine gute Alternative zum Maestro!

15. Tag: Donnerstag, 2. September 2010

Bahnfahrt nach Klausenburg/Cluj Napoca, verregneter Stadtbummel, Mitbringsel einkaufen,  Essen im Hubertus, Übernachtung im **Hotel Agape.

16. Tag: Freitag, 3. September 2010

Taxi zum Flughafen, Rückflug mit Carpatair