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Der Donauwanderweg Via Danubia

 In 39 Tagestappen 717 km entlang der deutschen Donau - vom Schwarzwald bis nach Passau

Hier können Sie Wunschetappen auf Traumpfaden zwischen der Bregquelle und Passau buchen: Wandern à la carte, mit Wanderführer oder individuell mit GPS und Karte

 Karten:

Freizeitkarten 1 : 50 000 des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg F 5..

Topographische Karte 1 : 50 000 des Bayerischen Landesvermessungsamtes L…

Umgebungskarten 1 : 50 000 des Bayerischen Landesvermessungsamtes UK …

Der Weg entlang der Donau:

Schönwald – Furtwangen (12 km). Karte F 506

Von Schönwald aus geht man auf dem Mittelweg des Schwarzwaldvereins zum E 1 /  Schwarzwald-Westweg der zwischen Furtwänglehof und Elzquelle erreicht wird. Hoch zur Martinskapelle, in deren unmittelbarer Nähe die Quelle der Breg zu finden ist. Nur im Winterhalbjahr oder bei frisch gemähten Wiesen ist eine Fortsetzung der Wanderung direkt an der Breg entlang nach Furtwangen  sinnvoll, da ansonsten fast nur die Straße benützt werden kann.

Es gibt zwei Alternativwege:

Auf dem E 1 / Westweg über den Brend (1149 m) bis zur Häusergruppe Raben, hier auf dem Mittelweg hinunter nach Furtwangen. (12 km)

Zurück zum Furtwänglehof, dann auf dem Mittelweg, auf den linksseitigen Höhen über dem Bregtal hinunter nach Furtwangen. (14 km)

Furtwangen – Hammereisenbach-Bregenbach (14,5 km). Karten F 506 und F 507

Auf dem Querweg Schwarzwald-Kaiserstuhl-Rhein wandern wir fast immer auf der ehemaligen Eisenbahntrasse (auch als Radweg markiert) das Bregtal abwärts bis Vöhrenbach, dann auf dem Bregtalweg hinunter bis Hammereisenbach-Bregenbach.

Hammereisenbach-Bregenbach – Donaueschingen (24 km). Karte F 507

Der Bregtalweg bringt uns nach Wolterdingen. Ab hier wieder mehrere Alternativen:  Breg-Puristen gehen auf dem Waldweg durch die Bruggener Halde nach Bräunlingen, dann auf dem Waldweg am Hangfuß rechts der Breg bis Hüfingen, schließlich auf Nebenstraßen und Fußwegen in Bregnähe zum Zusammenfluss von Brigach und Breg bei Donaueschingen.

Alternativen: a) Der Querweg führt direkt hinüber ins Brigachtal und nach Donaueschingen. (17 km). b)Von Bräunlingen kann man über den Schellenberg auf einem Wanderweg nach Donaueschingen gelangen. (19,5 km)

Donaueschingen – Geisingen / Immendingen (16 km). Karte F 507

Leider gibt es nur einen Weg, den asphaltierten Donau-Radweg, der den Wanderer über Pfohren und Neudingen zum Fuß des Wartenberges bringt. Nur im Winterhalbjahr ist es möglich, entlang der hier frei über die Hochfläche der Baar mäandrierenden Donau über die Wiesen zu gehen. Unterhalb des Waldes Ritterstieg erreicht der Radweg die B 31, die wir unterqueren, um geradewegs den aussichtsreichen Wartenberg (844 m) Richtung Geisingen zu überschreiten.

Geisingen / Immendingen – Tuttlingen (21 km). Karte F 507

Auch diese Etappe beginnt in Geisingen auf dem Donau-Radweg, anfangs wieder mal mit Asphalt. In Hintschingen gehen wir Richtung Schönental, biegen aber am Ortsende spitzwinklig links ab und erreichen so auf einem blumenreichen Waldrandweg die historische Donaubrücke von Zimmern. Wir bleiben aber rechts der Donau und gehen durch die Donauwiesen nach Immendingen. Hier auf der Straße rechts hoch zum Soldatenheim, links ab auf dem und auf dem mit der grünen Raute markierten Weg ins Tal hinunter, unter der Bahn hindurch und zum großen Rastplatz bei der Donauversickerung. Ein Traumpfad führt entlang der Donauversickerungen! Am Parkplatz unterhalb des Eisenbahnviadukts muss man sich entscheiden: Durch den Viadukt und am Hang entlang durch den Wald bis zum Goggental und hinüber ins Duttental. Die Alternative ist ein Abstecher auf den Witthoh, von dem man eine einmalige Aussicht auf die Vulkankegel des Hegau hat.

Ab Tuttlingen folgen wir weitgehend dem HW 2, dem Alb-Südrandweg des Schwäbischen Albvereins, der Tuttlingen mit Donauwörth verbindet:

Liebliche, romantische Täler, in denen im Frühjahr Märzenbecher und Lerchensporn blühen, ausgedehnte Wacholderheiden, die erste Großstadt an der Donau, die ehemalige Freie Reichsstadt Ulm mit dem höchsten Kirchturm der Welt, meist die Donau in der Nähe, bei Föhn-Wetterlage Alpenfernsicht von der Zugspitze bis zum Tödi, barocke Klöster, Burgruinen, aber im Nordosten dominierend das Atomkraftwerk Gundremmingen, als größte Sehenswürdigkeit der Durchbruch der jungen Donau durch die Felsen der Schwäbischen Alb - und kurz davor der Wasserdiebstahl durch den Rhein, die Donau-Versickerung - all das kennzeichnet den HW2, den Schwäbische Alb - Südrandweg. Er ist viel weniger bekannt als der HW1, es gibt keinen Führer, der diesen Weg gut beschreibt (der Kompass-Führer beschreibt Etappen von 33 und 41 km, der Walz-Führer beginnt erst in Ulm), und auch mit den Karten und Quartieren ist es zwischen Donauwörth und Giengen/Brenz schwierig. Aber der Weg lohnt sich!

 Tipps: Die beste Wanderzeit ist März/April, wenn die Märzenbecher und andere Frühblüher die Hänge bedecken. Ansonsten zu jeder Jahreszeit schön - und natürlich bei Föhn! Aber daran denken: Der Föhn bricht spätestens nach 1 - 2 Tagen zusammen, und das Wetter wird schlecht. Markierung: Rotes Dreieck auf weißem Grund. Die Spitze weist nach Südwesten. Unsere Wegbeschreibung hält sich nicht immer exakt an die Wegmarkierung des Schwäbischen Albvereins. Sie berücksichtigt eigene Erfahrungen und auch einige Sehenswürdigkeiten, an denen man nicht vorbeigehen kann!

Tuttlingen – Fridingen (20 km). Karte F 526

Auf dem HW 2 verlassen wir Tuttlingen in östlicher Richtung und folgen der roten Dreiecksmarkierung bis zum Wirtenbühl, wo unser Weg auf den HW 9, den Heuberg-Allgäu-Weg des Albvereins trifft. Auf diesem nun im Wald links den Hang hoch, nach etwa 500 m rechts ab auf dem mit dem gelben Dreieck markierten Weg zum auf einem Bergsporn gelegenen malerischen Städtchen Mühlheim. Hier treffen wir auf den als Qualitätswanderweg zertifizierten und entsprechend markierten Donauberglandweg. 

Dieser Markierung folgen wir über die Felsenhöhle, die Kolbinger Höhle und den Aussichtsturm Gansnest, von wo es hinunter zum Bahnhof und in das alte Städtchen Fridingen geht.

Fridingen – Beuron (21 km). Karte F 526

Der Donauberglandweg führt uns zunächst auf einer Schleife um Fridingen hinauf zum aussichtsreichen Knopfmacherfelsen, von wo das Tagesziel Beuron schon zu sehen ist. Durch die typische Alblandschaft geht es an mehreren Aussichtsfelsen vorbei hinunter zum Biohof Ziegelhütte an der jungen Donau uns bald wieder den Gegenhang hoch zur Ruine Kallenberg. Der abwechslungsreiche Weg, ein dauerndes Auf und Ab, quert kleine Seitentäler der Donau und führt immer wieder hinaus auf Aussichtsfelsen. Unterhalb des uneinnehmbar erscheinenden Schlosses Bronnen ist die bedeutende Steinzeitfundstätte Jägerhaushöhle. Durchs Liebfrauental mit seiner Mariengrotte erreichen wir Beuron mit dem alles beherrschenden Benediktinerkloster und dem informativen Haus der Natur.

Beuron – Hausen i. T. (20,5 km), Karte F 526

Wir wechseln auf den Donau-Zollernalb-Weg, der mit dem gleichen Zeichen wie der Donauberglandweg markiert ist. Von Beuron über die über die alte, überdachte Holzbrücke auf dem Placiduspfad zur Placidushütte, hinunter ins ins Donautal, durchs Hirschental steil hinauf auf zum Rauhen Stein und angenehm hinüber zum wohl schönsten Aussichtsfelsen des Donautals, dem Eichfelsen. Durch den kleinen botanischen Felsengarten hinunter zur Donau und gleich wieder hoch zur Burg Wildenstein. Dann wieder auf und ab, Tälchen, Aussichtsfelsen, gegenüber das fürstenbergische Schloss Werenwag und bei Föhn Alpenfernsicht beim Hochseilgarten von Kreenheinstetten. Durch den Wald hinunter zum Skilifthang von Hausen.

Hausen i. T. – Gutenstein (15 km). Karte F 526

Immer noch auf dem Donau-Zollernalb-Weg geht es von Hausen zunächst im Donautal, dann das wilde Reiftal hoch zum Naturfreundehaus, über die Riesen-Felswände der Schaufelsen zur Ruine Falkenstein,  hinunter nach Thiergarten, hoch zum Rabenfelsen und wieder hinunter nach Gutenstein.

Gutenstein – Sigmaringen (12 km). Karte F 526

Der Donau-Zollernalb-Weg führt uns über den Aussichtspunkt Teufelsloch und die Ruine Gebrochen Gutenstein hinunter zum ehemaligen Kloster Inzigkofen mit dem Fürstlichen Park. In Sigmaringen bleibt noch Zeit für eine Besichtigung des Residenzschlosses der Fürsten von Hohenzollern.

Sigmaringen – Scheer (18 km). Karte F 526

Der HW 2 geleitet uns von Sigmaringen aus dem Donautal hinaus ins Laucherttal, durchs romantische und geologisch interessante Bittelschießer Täle, machen einen Abstecher auf die Ruine Hornstein, erreichen Bingen und verlassen hier den HW 2, um über Hitzkofen und die hohenzollerschen Hüttenwerke Lauchertthal ins Städtchen Scheer zu wandern.

Scheer – Heiligkreuztal (18 km). Karte F 527

Auf unmarkierten Feld- und Waldwegen hoch über der Donau wandern wir nach Beuren und ab hier auf dem Albvereinsweg mit der blauen Raute zum archäologischen Lehrpfad und zum Freilichtmuseum Heuneburg, wo die Keltenzeit wieder lebendig wird. Die blaue Raute führt weiter zur Gotik im Kloster Heiligkreuztal.

Heiligkreuztal - Riedlingen – Zwiefalten (19 km). Karte F 527

Die blaue Dreiecksmarkierung lenkt uns ins vorderösterreichische Fachwerkstädtchen Riedlingen und weiter nach Grüningen, wo wir rechts abbiegen auf den Weg mit der blauen liegenden Y-Markierung, auf dem wir über den bewaldeten Höhenrücken des Tautschbuchs wandern. In Mörsingen dem blauen Dreieck nach links hinunter ins Tobeltal folgen. Zwiefalten mit Barockpracht und gutem Bier ist das Etappenziel.

Alternativ dazu und ein wenig kürzer ist der Weg von Heiligkreuztal (blaue Raute) über Andelfingen bis zum Hätzenloch; hier links (blaues Dreieck) nach Friedingen, wo wir wieder auf den HW 2 treffen. Durchs Friedinger Tal zur keltischen Großen Heuneburg und weiter nach Zwiefalten. 

Zwiefalten – Indelhausen / Anhausen (19 km). Karte F 524

Der HW 2 führt uns das Tal der Zwiefalter Ach aufwärts zur Wimsener Höhle, der einzigen mit dem Kahn zu befahrenden Höhle der Schwäbischen Alb. Vorbei an Schloss Ehrenfels und durch das romantische Glastal geht es über das orchideenreiche Digelfeld nach Hayingen und über die Maisenburg in das schönste Tal der Alb, ins Große Lautertal, wo in Anhausen und Indelhausen gute Quartiere auf uns warten.

Im Großen Lautertal verlässt der HW 2 unseren Donauweg und führt in drei Tagen über Erbstetten - Granheim - Sondernach - Hütten (18 km) - Talsteußlingen - Teuringshofen - Kloster Urspring - Schelklingen - Hohler Fels - Blaubeuren (18 km) - Beiningen - Ermingen-Allewind - Oberer Kuhberg nach Ulm (20 km).

Wir bleiben in der Nähe der Donau:

Indelhausen / Anhausen – Munderkingen (20 km). Karte F 524

Auf dem HW 5, dem Burgenweg wandern wir das Große Lautertal abwärts, vorbei an der imposanten Ruine der Schülzburg, an Felswänden, die von Wanderfalke, Uhu und Kolkrabe bewohnt werden, dann der Hohe Gießel, wo die Lauter über eine Kalktuffbarriere stürzt, und hoch zur Ruine Wartstein. Hier zweigt der HW 2 nach Erbstetten ab (s. o.). Wir bleiben im Großen Lautertal, das sich unterhalb von Unterwilzingen wieder verengt. Kurz nach der Laufenmühle mündet das felsengesäumte und botanisch interessante Wolfstal ein, das vor allem im Frühling einen Abstecher lohnt. An der Mündung der Lauter (lohnend: Das Kloster Obermarchtal) in die Donau geht es entlang der Bahnlinie (Markierung blaues Dreieck) bis zum Ende der Engstelle. Hier überqueren wir die Bahnlinie und erreichen bald die warmen Quellen von Algershofen. Im Nordwesten grüßt schon das alte vorderösterreichische Städtchen Munderkingen.

Munderkingen – Ehingen (18 km). Karte F 524

Die blaue Rautenmarkierung leitet uns zur Wallfahrtskirche Unsere liebe Frau und weiter ins Urdonautal, das Kirchener Tal, zum Schloss Mochental, einer Sommerresidenz der Zwiefaltener Äbte. Über Kirchen und Mühlen erreichen wir die ehemalige österreichische Landgerichtsstadt und Kreisstadt Ehingen, geprägt von vielen Barockgebäuden.

Ehingen – Erbach (18 km). Karte F 525

Diese Etappe bleibt in der Nähe der Donau. Die blaue Raute zeigt uns den Weg am Schwimmbad vorbei ins Ried und nach Nasgenstadt. Mehrfach werden Altarme der Donau gequert. Fernglas für Vogelbeobachtungen ist obligatorisch, vor allem am Vogelparadies Öpfinger Stausee. Hinein ins klassizistische Architekturwunder Oberdischingen, auch schon Kleinst-Paris genannt. Die Jakobsmuschel und die blaue Raute bringen uns zunächst zum Schloss und zur Barockkirche von Erbach, dann hinunter in die junge Stadt.

Erbach – Ulm (14 km). Karte F 525

Wir folgen der Jakobsmuschel und dem liegenden blauen Y auf oft aussichtsreichem Weg bis Grimmelfingen und gehen hoch zum Rand des Klosterwaldes, wo wir wieder auf den HW 2 treffen. Am Oberen Kuhberg gibt es zwei Sehenswürdigkeiten: Die Gebäude der ehemaligen Hochschule für Gestaltung und das Dokumentationszentrum im ehemaligen KZ Kuhberg. Sofort nach der Fußgängerbrücke über die Westtangentenstraße biegen wir rechts ab (blaue Raute), an der Hangkante bei der Barbaralinde gleich wieder links auf unmarkiertem Fußweg immer an der aussichtsreichen Hangkante entlang durch brachliegende Grundstücke, Kleingartenanlagen, an der Jugendfarm vorbei, wir unterqueren die B 311 und erreichen schließlich an alten Villen vorbei das Donauufer mit der Stadtmauer.

Ulm - Langenau (18 km). Karte 525

Auf dem Donau-Uferweg verlassen wir Ulm. Am Ende des Ausstellungsgeländes in der Friedrichsau queren wir die Uferstraße und gehen kurz den Berg hoch, wo wir am Waldrand auf den HW 2 treffen, dem wir bis Langenau folgen. Auf einem Waldlehrpfad gelangen wir nach Thalfingen, hoch zum Kugelberg und zum Großen Forst, wenig unterhalb die sehenswerte Klosteranlage von Oberelchingen. In der Ferne grüßt schon der hohe Kirchturm von Langenau am Rande des weiten Donaurieds. Wir verlassen nun den Nahbereich der Donau, weil interessante Sehenswürdigkeiten am südlichen Albrand locken. 

Langenau – Stetten ob Lonetal (17 km). Karte 525

Wir folgen dem HW 2 von Langenau über Öllingen nach Lindenau, wo eine kleine Geopark-Infostelle auf die nun Schlag auf Schlag folgenden Höhepunkte im Nationalen Geotop Lonetal einstimmt. Der „Neandertalerweg“ führt zu den Bocksteinhöhlen, Werkstatt des Neandertalers und ein Ausgangspunkt wissenschaftlicher Höhlenarchäologie. Im Lonetal geht es zu den Höhlen im Hohlenstein, Fundort des weltberühmten Löwenmenschen und zu den Vogelherdhöhlen, Fundort der Tierfiguren aus Mammutelfenbein. Parallel zur Straße wandern wir hinauf nach Stetten o. L.

Stetten o. L. – Giengen (Brenz) (16 km) Karte F 525

An Schloss und Kirche vorbei verlassen wir Stetten auf dem HW 2 Richtung Kaltenburg (Ruine) und Charlottenhöhle, mit über 550 m Länge die längste Schauhöhle mit schönem Tropfsteinschmuck. In der Talaue die Höhlen-Erlebniswelt, eine Geopark-Infostelle. Am Fuß des Kagbergs entlang führt der HW 2 direkt nach Giengen. Wir gehen auf der ersten Straße am Ortseingang von Hürben links und auf der Straße hoch Richtung Eselburg. Vorbei an den Steinernen Jungfrauen wandern im romantischen Eselsburger Tal nach Herbrechtingen, wo wir den mit einer roten Raute markierten Weg nach Giengen (Brenz) finden. Die ehemalige Freie Reichsstadt, Heimat der Steiff-Teddybären, lohnt einen Besuch.

Giengen (Brenz) – Demmingen (24 km). Karte F 522

In nördlicher Richtung verlassen wir auf dem HW 2 Giengen. Bei den Bohnerzgruben am Rötenberg weist uns die rote Raute nach Staufen mit seiner auf dem Hügel thronenden Kirche St. Martin. Am Klingenplatz treffen wir auf das liegende rote Y, das uns nach Altenberg (Barockschloss, Alter Thurm und Zöschingen führt. Hier nach rechts auf den HW 2 Richtung Dischingen (Schloss Taxis, Englischer Garten) und Demmingen

Demmingen – Bissingen (24 km). Karte L7328

Weiter auf dem HW 2 nach Oberfinningen und Unterfinningen, das wir in nördlicher Richtung verlassen (Schild Goldberg Wanderwege). Im Wald den Osterstein nicht versäumen, eine vorgeschichtliche Kultstätte. Über Unterliezheim  und Oberliezheim. Hier verlassen wir den HW 2 und gehen über Gaishardt direkt nach Markt Bissingen im schönen Kesseltal.

Bissingen – Donauwörth (16 km). Karte L7328 und L7330 oder UK 50-21 und UK 50-23

Auf dem Stationenweg wandern wir hinauf und wieder hinunter zur Wallfahrtskirche Buggenhofen. Das liegende rote Y geleitet uns an der Zigeunereiche – bald danach Möglichkeit eines Abstechers zu den Resten eines Römerbades - vorbei nach Wörnitzstein, von wo aus wir auf dem HW 1 weiter in die ehemalige Freie Reichsstadt Donauwörth wandern.

Donauwörth – Marxheim (19,5 km). Karte UK 50-23

Durch Bayerisch Schwaben: Auf interessanten Stadtwegen geht es durch die ehemalige Freie Reichsstadt Donauwörth, dann steil hinauf auf die Monheimer Alb, den südlichsten Teil der Fränkischen Alb. Aussichtsreiche Wege führen hoch über der Donau nach Schloss Leitheim und nach Marxheim, dem letzten Ort Schwabens vor der „Grenze“ zur Pfalz

Marxheim – Neuburg/Donau (22,5 km). Karte UK 50-23

Von Schwaben in die Pfalz: Auch auf dieser Etappe sagen sich Fuchs und Hase Gute Nacht. Bizarre Baumgestalten, orchideenreiche Waldlichtungen im Auwald, blumenreiche Heiden am Albsüdrand, Schmetterlinge vom Bläuling bis zum Schwalbenschwanz, Vogel- und Froschkonzerte – die ganze Vielfalt der Natur kann erlebt werden. Und am Ende die pfälzische Residenzstadt Neuburg/Donau mit ihren prunkvollen Gebäuden.

Neuburg/Donau – Ingolstadt (23,5 km). Karte UK 50-24

Zwischen der Residenzstadt und der Industrie- und Militärstadt: Auwald und Donau: Prunkvoll verabschiedet sich die Residenzstadt Neuburg. Die Donau und ihr Auwald, Altwässer und Biberlandschaft, dazwischen Orchideenwiesen und Froschkonzert, aber auch kilometerlange Dammwege an der Donau bestimmen das Bild dieser Etappe, die in der zweiten Großstadt an der Donau endet.

Ingolstadt – Vohburg (16,5 km). Karte UK 50-24 und UK 50-25

Von der boomenden Großstadt in die beschauliche Kleinstadt: Die Großstadt Ingolstadt verabschiedet den Wanderer mit schönen Stadtwanderwegen. Bald aber bestimmt wieder der Auwald mit seinen Altwassern das Bild. Hier hat die Rückkehr des Bibers nach Süddeutschland begonnen. Überall sieht man seine Spuren: Biberrutschen, -wege, gefällte und abgenagte Bäume …. Aber auch Kraftwerke und Erdölraffinerien drängen sich ins Bild.

Vohburg – Bad Gögging (16,5 km). Karte UK 50-25

Bayerische Kleinstädte, Erdölraffinerien und schließlich ein Mini-Kurort: Die große Donau, die Kleine Donau und andere Altwasser begleiten den Wanderer. Auch die Ilm benutzt in ihrem Unterlauf ehemalige Donau-Flussschlingen. Dazwischen stehende Gewässer, Froschgräben  mit entsprechendem Konzert, Störche, Reiher, Gänse, Schwäne, Enten …. Am Weg liegt das altbayerische Städtchen Neustadt. Das Etappenziel ist Bad Gögging, ein kleiner, junger Kurort, wo man es sich gut gehen lassen kann.

Bad Gögging – Kelheim (14,5 km zu Fuß und 6 km mit dem Schiff). Karte UK 50-25

Auf der Römerschlaufe des Jurasteigs zum Donaudurchbruch: Qualitätswege haben Konjunktur. Diese Wanderwege genügen, was Wegführung und Markierung angeht, höchsten Ansprüchen und sind vom Deutschen Wanderverband zertifiziert. Eine „Schlaufe“ des zertifizierten Jurasteigs wird auf dieser Etappe begangen. Und schließlich ist der Donaudurchbruch beim Kloster Weltenburg einer der schönsten Abschnitte der Donau überhaupt – und am besten zu genießen per Schiff

Kelheim – Bad Abbach (20,2 km). Karte UK 50-25

Wandern auf dem Jurasteig am Südrand des Jura: Durch Kelheims Altstadt, über die kanalisierte Altmühl, dann hinauf in den Buchenwald des Goldbergs und über die Steppenheideflächen der Lehenberge. Danach wieder ruhige Juralandschaft, ehe sich vor Kapfelberg herrliche Ausblicke über das Donautal und die Teufelsfelsen bei Bad Abbach bieten. Bei Poikam Wechsel aufs rechte Donauufer und auf wunderschönen Waldpfaden durch idyllischen Hangwald und den Kurpark zu den Kaiserthermen von Bad Abbach.

Anmerkungen zum Jurasteig: Der Weg ist sehr schön geführt, beinhaltet aber einige heftige Anstiege. Er ist kurzweilig und meist sehr gut markiert. Leider sind die Jurasteig-Markierungen zum Teil Saboteuren zum Opfer gefallen. Es sind keine Dumme-Jungen-Streiche oder stumpfsinnige Vandalismus-Zerstörungen. Es wurden ganz gezielt an sehr schwierig zu orientierenden Abzweigungen sämtliche Markierungen entfernt, so dass nur der Kompass oder die genaue Untersuchung der Bäume nach Alu-Nägeln weiterhelfen konnte. So geschehen mehrfach in den Wäldern nördlich von Herrnsaal. Zusätzlich hat hier ein Groß-Agrarier sämtliche Graswege inklusive Jurasteig umgepflügt, so dass wir hier eine eigene Wegführung finden mussten. Auch zwischen Bad Abbach und Matting fehlen an einer entscheidenden Abzweigung im Wald sämtliche Jurasteig-Markierungen. Hier kann man sich aber mit den an den Bäumen aufgemalten Waldverein-Markierungen behelfen.

Bad Abbach – Regensburg (16 km). Karte UK 50-25

Auf dem Jurasteig und dem E 8 durchs Regensburger Land: Vom Schwefelbad – man kann es manchmal riechen – hoch über steilen Felshängen mit Ausblicken auf die Donau geht es nach Matting, einem Dorf, in dem die Zeit stehen geblieben ist: Viele interessante, alte Gebäude, eine alte Gastwirtschaft – und nicht zuletzt die über 55 Jahre alte Seilfähre, die Sie aufs  linke Donau-Ufer zu Füßen des Naturschutzgebiets „Mattinger Hänge“ bringt. Hier wechseln Sie vom Jurasteig auf den Europäischen Fernwanderweg 8. Regensburg, einzige Freie Reichsstadt Altbayerns mit seinen Sehenswürdigkeiten aus zwei Jahrtausenden erwartet Sie!

E 8 Anmerkungen zum E 8: Dieser Europäische Fernwanderweg ist hier abwechslungsreich geführt und gut markiert. In Sinzing wurde der E 8 verlegt. Wir haben den alten Weg benutzt, der wohl auf der Straße Richtung Regensburg führt, aber eindeutig und kurz ist. Vielleicht kann man auch der neuen E8-Markierung ohne große Umwege folgen?

Regensburg - Bach an der Donau (19,5 km). Karte UK 50-26

Von Regensburg ins einzige Weinbaugebiet Altbayerns: Über die uralte Steinerne Brücke geht es aus Regensburg hinaus an die Donau. Erste Vorboten des Weinbaus begegnen uns in Tegernheim. Ehe wir sein Zentrum in Bach an der Donau  (Baierweinmuseum) erreichen, gibt es noch Kultur und Geschichte satt in Donaustauf und auf der Walhalla. Und immer wieder schöne Wanderwege am Hangfuß, aussichtsreich auf halber Höhe oder gar durch den Thurn und Taxis’schen Wildpark mit beinahe garantierter Wildschweinbeobachtung.

Bach an der Donau – Hofdorf oder bis Kirchroth (18 km). Karte UK 50-26

Vom Fürstentum Thurn und Taxis in die Donau-Aue: Dieser Tag wird bestimmt durch das Fürstenhaus Thurn und Taxis: Wildpark, Schloss Wiesent , Schloss Wörth  und andere repräsentative Gebäude. Später dann ruhige Donau-Auenlandschaft mit Altwässern, Streuwiesen, Bibernagespuren, Biberdämme und –wege, dazu  seltene Vögel. Der Kontrast dazu: Langsam vorbei ziehende Donau-Frachter und Passagierschiffe aus vielen Donauländern. Und in der Ferne grüßt schon die Gäuboden-Hauptstadt Straubing.  

Hofdorf / Kirchroth – Straubing (- Bogen) (20 km). Karte UK 50-28

Durch die Donau-Aue in die Gäuboden-Hauptstadt: Auch diese Etappe führt durch ruhige Donau-Auenlandschaft, an Gräben entlang, am Fuß der Dämme und auch mal oben mit Aussicht auf den Fluss oder auf die Altwässer. In der Stadt, in der Agnes Bernauer den Tod fand, in der Gäuboden-Hauptstadt Straubing, finden wir unser schönstes Quartier. Das Herzogsschloss, der großartige  Straßenmarkt und viele prunkvoll verzierte Barock- und Rokoko-Gebäude erfreuen das Auge.

Anmerkung zu den Wanderwegen im Raum Straubing – Bogen – Deggendorf: Die vorhandenen örtlichen Wegmarkierungen sind sehr zuverlässig!

Straubing /Bogen – Metten (25 km). Karte UK 50-28

Durch die Donau-Aue in die Gäuboden-Hauptstadt und weiter nach Bogen. Vom Ursprung des bayerischen Weiß-Blau – Wappen der Grafen von Bogen vor 900 Jahren – gleich zum Höhepunkt: Geologisch, botanisch und kulturhistorisch ist der Bogenberg mit seinen wunder-/wanderbaren, bestens gepflegten Wanderwegen ein wahres Wanderparadies. Dann an die Donau, danach über den aussichtsreichen Welchenberg, später ganz normale niederbayerische Kulturlandschaft, kultivierte Moorlandschaft, dann wieder die Donau und zum Schluss das Kloster Metten mit seiner sehenswerten Bibliothek

Metten – Niederalteich – Winzer (24,3 km). Karte UK 50-28 und UK 50-30

Über die Vorberge des Bayerischen Waldes zur bayerischen Urkirche: Bergauf und bergab über die hügeligen Vorberge des Bayerischen Waldes nach Deggendorf, wieder aussichtsreich über die Hügel, dann an die Donau mit dem früher auf einer Donauinsel gelegenen Benediktinerkloster Niederalteich, der Urkirche des bayerischen Christentums, gegründet im Jahre 731. Hoch über dem Tagesziel Winzer, wo es schon lange keinen Weinbau mehr gibt, thront die mächtige Burgruine.

Winzer – Vilshofen – Windorf  (20,6 km). Karte UK 50-30

Von Winzer nach Windorf: Keine Weinwanderung entlang des Bayerischen Waldes! Der Bayerische Wald rückt allmählich der Donau auf den Leib. Auf dem ersten Teil dieser Etappe noch gewohnte Donaulandschaft mit Dammweg und breiten Überschwemmungsflächen, auf dem zweiten Teil kaum mehr Platz zwischen Donau und Hang. Sie gehen auf dem verkehrsärmeren linken Ufer und machen ausgiebig Rast im traditionsreichen Vilshofen.

Windorf – Passau (22,0 km). Karte UK 50-30

Der Bayerische Wald bedrängt die Donau – es wird eng! Felsen im Fluss, auf denen Kormorane ihre Flügel trocknen, verengen die Fahrrinne für die Schiffe. Und am Ufer gibt es kaum noch Platz für Straße, Eisenbahn, Bundesstraße und Radweg. Reine Fußpfade sind selten. Das Ziel, die Dreiflüssestadt Passau mit dem prunkvollen Dom, in dem man der größten Kirchenorgel der Welt zuhören kann, ist nah. Sie dürfen sich auf einen Stadtbummel in einer schönen, alten Stadt freuen!

Der Weiterweg von Passau über die Europäische Kulturhauptstadt 2009 Linz bis Grein wurde im Juli 2010 als Donausteig feierlich eröffnet. Über 24 Tagesetappen geht es auf Traumwegen links und rechts, an und über der Donau von der Dreiflüssestadt bis in den Strudengau.

 Nach der Lücke im Strudengau und im Nibelungengau zwischen Grein und Melk führt der Welterbesteig durch einen der schönsten Donau-Abschnitte, durch die Wachau. Die Weglücken an der niederösterreichischen Donau müssen noch miteinander verbunden werden – und eine große Erkundungsaufgabe erwartet uns in der Slowakei, wo es wohl ein dichtes Wanderwegenetz gibt, aber nicht gerade an der Donau, vor allem aber in Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien und Rumänien.